Allgemeines

Coolness-Training - Wie reagiert man auf Provokationen? Bildungsprojekt an der Eichendorff-Realschule

Von Christoph B. Ströhle

REUTLINGEN. »Erfolge schulischer Elternarbeit sind fast immer Erfolge der Mütterarbeit«, sagt Andreas Foitzik, Leiter des Jugendmigrationsdienstes der Bruderhaus-Diakonie in Reutlingen. Nicht so bei der Eichendorff-Realschule. Dort gehen Schulsozialarbeiter Heiko Jesser und Bayram Ceran vom Jugendmigrationsdienst seit anderthalb Jahren neue Wege. Im Rahmen des Projekts ELAN (»Elternbildung im Einwanderungsland«) stellen sie freiwillige Bildungs- und Freizeitangebote für Väter und ihre Söhne auf die Beine, die bestens angenommen werden.

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»Willst du Stress?« Coolness-Trainer Michael Wandel als Provokateur in einer Übungssituation.
FOTO: Christoph B. Ströhle

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Pädagogik - An der Eichendorff-Realschule soll aus einem Pilotprojekt eine feste Einrichtung werden

Von Andreas Dörr

REUTLINGEN. Oft erscheint das Konzept für Erfolgsgeschichten im Rückblick verblüffend einfach: Man muss bloß darauf kommen. An der Eichendorff-Realschule wurde im vergangenen Schuljahr so eine Erfolgsgeschichte geschrieben. In der Klassenstufe 5 haben sieben Lehrer in einem sogenannten Jahrgangsstufenteam zusammengearbeitet und ein Pilotprojekt realisiert, das jetzt abgeschlossen wurde. Die Bilanz: Eltern, Schüler und Lehrer sind davon derart begeistert, dass sie es jetzt auf die ganze Schule übertragen wollen.
 
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Lehrer und Schüler sollen sich unter anderem spielend näher kommen. Sprechball ist dafür eine Möglichkeit. FOTO: Gerlinde Trinkhaus 
 

Eichendorff-Realschule Reutlingen/Zum Bericht »Verärgerung spürbar«, GEA vom 23. 9.


Jeder, der Kinder hat, weiß, wie schwer manche Entscheidungen fallen. Der richtige Kindergarten, die optimale Grundschule, die beste weiterführende Schule ... Auch uns ging es mit unseren drei Kindern immer wieder so. Die jüngste Entscheidung, eine Realschule für unseren Sohn zu finden, lag uns schwer im Magen. In Reutlingen stehen vier Schulen zur Auswahl. Durch Gespräche in unserem Umfeld, mit Freunden, Nachbarn und Bekannten, wurde folgendes immer deutlicher - die Eichendorff-Realschule (ERS), ein No Go:

Unter den Schülern sei Mobbing, Ausgrenzung und Gewalt keine Seltenheit; Lehrer hätten kaum Möglichkeiten, an die Schüler heranzukommen und seien überfordert; das einzelne Kind könne nicht mehr wahrgenommen werden; das Lernklima sei durch die Hellhörigkeit des Hauses sehr gestört. Keiner gehe freiwillig in die ERS - »versucht es lieber in Pfullingen«.

Wir fragten uns, ob dies nur Vorurteile sind, oder was davon der Wahrheit entspricht. Letztendlich und auch aus persönlichen Gründen entschieden wir uns für die ERS - Gott sei Dank.
 

ECHT KLASSE - DIE SCHULKOLUMNE

Eichendorff-Realschule

Talentshow im Spitalhof 

Bis in den letzten Winkel des Spitalhofsaales herrscht Spannung. Die Schüler sind aufgeregt – egal, ob sie gleich selbst auf der Bühne stehen oder nur mitfiebern.
Bei der ersten Talentshow der Eichendorff-Realschule am vergangenen Freitag zeigen Sänger und Tänzer vor einem großen Publikum ihr Können: Insgesamt 250 Zuschauer sind gekommen,  darunter viele Schüler, Eltern und Lehrer, um die Daumen zu drücken. Sie werden belohnt mit Auftritten, bei denen Jugendliche über sich selbst hinauswachsen, mit vollen Stimmen, geschmeidigem Bauchtanz und lässigen HipHop-Choreografien.

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Talente im Spitalhof: Am Ende gewann Kira Bugarin (rechts) mit ihrer Bauchtanznummer.
 

 
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