Es war ein etwas feuchtes Klima am 5.10.09, als wir um 7.55 Uhr losgefahren sind. Die Busfahrt war angenehm, leider auch ein bisschen zu lang. Nach 2 Stunden kamen wir endlich in Bad Buchau an. Dort machten die Lehrer zuerst einmal Gruppenfotos, danach wurden wir in 3er Gruppen eingeteilt.

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Nach einer anschließenden kurzen Pause liefen wir durch das Museum zur Feuerstelle. Als erste Aufgabe mussten wir dort mit Feuersteinen Feuer machen. Es dauerte eine Weile, bis wir es geschafft haben, doch es gelang!
 
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Unsere zweite Aufgabe bestand darin, mit Feuersteinmesser Gemüse zu schälen und klein zu schneiden. Wir hatten Karotten, Lauch, Petersilie, Kohlrabi und Sellerie zur Auswahl. Dieses Gemüse wurde in einen Topf mit Wasser, Linsen mit Getreide gefüllt. Solange das Gemüse kochte, machten wir eine Besichtigung durch das Freigelände. Wir haben erfahren, dass die Menschen in der Jung-Steinzeit 150 Bäume fällten, um ein Dach zu bauen. Die Häuser wurden aus Kuhdung gebaut. Kuhdung besteht aus Mist und Lehm.
 
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Nach der Besichtigung des Freigeländes liefen wir zur Feuerstelle, um die Suppe zu essen, die eigentlich ganz gut schmeckte. Da die Steinzeitmenschen früher keine Löffel hatten, mussten wir Fladenbrot als Löffel benutzen. Nach dem Essen stellten wir Täschchen aus Leder her. Wenn ihr euch jetzt fragt, wie wir die Löcher für die Bastschnur in das Leder gespickt haben, wir haben mit gespitzten Tierknochen Löcher in das Leder reingestochen. Die Täschchen dienten den Steinzeitmenschen zum Transport von Beeren, die sie auf dem Nachhauseweg von der Jagd gesammelt haben.
 
Image Danach kam das Beste: Speerwerfen! Wir mussten ein Rentier, das auf Styropor gemalt wurde, abtreffen. In der ersten Runde warfen wir nur den Speer, der nicht allzu weit flog. In der zweiten Runde bekamen wir einen Wurfarm, in den man den Speer spannen konnte, damit dieser noch weiter fliegen konnte. Mit dem Wurfarm könnte der Speer bis zu 200 m weit fliegen! Nach dem Speerwerfen gingen wir ins Museum, ins „Schatzkästchen“. Dort waren sehr viele interessante Dinge, wie zum Beispiel ein kleiner Wagen, ein Schiebewagen, der nur geradeaus fahren konnte. Am Ende des Museums gab es eine Sonderausstellung: Mord im Moor. In einem Bericht war zu lesen, dass in der Jungsteinzeit zwei Kinder durch Kopfwunden gestorben sind. Vermutlich wurden sie als Opfergabe getötet.
Kurz vor der Heimfahrt konnten wir im Museumsshop Halbedelsteine, Kräutertees oder Schmuck kaufen, diese Dinge konnten dann in unsere Täschchen verpackt werden.
Gegen 17 Uhr kamen wir erschöpft, aber voller Begeisterung über den Tagesablauf, in Reutlingen an. Wir waren alle sehr müde und hungrig und wirklich froh, dass wir nun nicht auf die Jagd gehen mussten, um unser Abendessen zu bekommen, wie unsere Vorfahren, die Steinzeitmenschen.

Loren Belanov, Klasse 6c
 
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