Attraktive Leseförderung der Klasse 5a

ImageEine ganz besondere Leseförderung durften die Schüler der Klasse 5a von Mai bis Ende Juli im Schuljahr 2005/2006 genießen: sie bildeten mit Referendaren des Seminars für Didaktik und Lehrerbildung Reutlingen Lesepartnerschaften.

Mit ein Höhepunkt der Leseförderung war eine von den Schülern organisierte Lesenacht am 23. Juni in der Eichendorff-Realschule. Den 25 beteiligten Kindern sowie den beiden Lehrern, Sandra Reiber und Karin Banzhaf, hat diese Nacht unheimlich viel Spaß gemacht, obwohl der Schlaf doch ein wenig zu kurz kam...

„Wir lesen so viel mehr zu Hause“

Wie ansteckend lesen sein kann, wie schön es ist ein Buch zur Hand zu nehmen, darin zu versinken und mit dem Inhalt auf Traumreise zu gehen, dies hat die Klasse 5a exzellent erfahren und unter Beweis gestellt. Behutsam an die Hand genommen wurden die 28 Jungen und Mädchen der Klasse 5a bei diesem Lesepartner-Projekt von 18 Reallehreranwärtern.

Unter der Leitung von Seminarschulrätin Helga Widmann ist so die Umsetzung eines Projektes zur Leseförderung erfolgreich gelungen: Gemeinsam sind die Lese-Partner in eine schillernde, aufregende Welt der Bücher getaucht. Wie eine solche Lesepartnerschaft gut umgesetzt werden kann, beweist die geleistete Zusammenarbeit, bei der sich die Kinder ebenso wie die Referendare mit viel Energie eingebracht haben:

ImageBei einem ersten Treffen am 18. Mai 2006 in der Stadtbibliothek Reutlingen haben sich die Referendare und Schüler kennengelernt. Je ein bis zwei Schüler schlossen sich mit je einem Referendar zu Lesepartnern zusammen. Gemeinsam suchten diese Kleingruppen individuell ein für sie attraktives Kinder- oder Jugendbuch aus. Viel Spaß bereitete anschließend die Umsetzung der Partnerschaft: Die Partner lasen nicht nur das jeweils von ihnen ausgesuchte Buch. Sie schrieben sich darüber hinaus auch gegenseitig Briefe oder Mails, telefonierten oder trafen sich. Enge Partnerschaften sind hierdurch entstanden, gegenseitige blockierende Hemmschwellen wurden abgebaut.

ImageMichaela Rusu freute sich über die Buchauswahl: „Ich finde es gut, dass ich ein passendes Buch für mich gefunden habe.“ Wie lang anhaltend ihre Freude über dieses Lese-Projekt ist, beschreibt auch Kira Bugarin aus der Klasse 5a: „Ich habe mich schon auf die Lesepartnerschaft gefreut als uns Frau Banzhaf davon erzählte. Zu Hause habe ich tagelang darüber geredet. Ich habe mich darüber gefreut, dass meine Partnerin und ich ein Buch zusammen lesen und wir uns über den Inhalt oder über das, was uns bewegt Briefe schreiben.“

Ein positiver Nebeneffekt wurde zusätzlich zur Freude: Die Schüler der Klasse haben bei dieser Aktion das Briefe-Schreiben (wieder-) entdeckt und sind sich einig, dass das Briefe Schreiben sehr viel Spaß: „Wir warten schon immer gespannt auf eine Rückantwort“.

Wichtig war, dass sich die Referendare des Seminars Reutlingen hierbei nicht als „Paten“, sondern als kompetente „Lese-Partner“ verstanden haben. Gelungen ist vor allem das Konzept auch deshalb, da sich die Schüler der Klasse 5a stets sehr positiv, offen und aufgeweckt dem Projekt gegenüber gezeigt haben. Franziska Perske, Schülerin, freute sich schon nach wenigen Wochen über die Lesepartnerschaft: „Die Lesepartnerschaft gefällt mir gut, weil wir dort viel mehr zu Hause lesen.“

Wer mehr über das Projekt „Lesepartnerschaft“ erfahren möchte, kann sich aktuell auf der hierfür erstellten Homepage www.lesepartnerschaft.de informieren.


„Die Lesenacht war sehr gut“

Getrieben von der steigenden Begeisterung über die Lesepartnerschaft organisierten die Schüler der Klasse 5a schließlich am 23. Juni eine Lesenacht, bei welcher selbstverständlich eine Nacht in der Schule verbracht wurde.

Nachdem sich die Schüler am Freitagabend mit selbst gemachten Hamburgern und einer Kinder-Bowle gestärkt hatten, lasen alle Schüler einige Kapitel aus dem Buch „Sams Wal“ von Katherine Scholes. Dabei saßen die Jungen und Mädchen fast schon hingebungsvoll auf den Treppen des hinteren Pausenhofs, genossen den lauen Sommerabend und folgten gespannt der Geschichte über einen gestrandeten Wal.

Um schließlich die überschüssige Energie loszuwerden veranstaltete die ganze Klasse spontan eine wilde und ausgelassene Kissenschlacht, bei der so manche Schweißperle von der Stirn tropfte.

ImageAls Highlight der Lesenacht zogen die Schüler mit Fackeln in der Hand los und machten eine Nachtwanderung. Als Ziel wurde nach einer guten halben Stunde Marsch der schuleigene Garten angepeilt. Dort setzten sich die Schüler eng beieinander und erzählten sich Gruselgeschichten oder lasen sich diese vor.

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Nach einer dann doch eher kurzen Nachtruhe frühstückten die noch müden Schüler schließlich am nächsten Morgen gemeinsam Cornflakes, ehe sie von ihren Eltern abgeholt wurden.

Karin Banzhaf

 
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